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Bis zu 20 Mio. Euro Bußgeld – Rechtliche Anforderungen für das Cookie Banner 2026

23.02.2026aktualisiert
23.02.2026
8 minLesezeit
Rechtliche Anforderungen für das Cookie Banner 2026 (Titelbild)

Cookie Banner sind zu einem normalen Bestandteil der Benutzererfahrung auf Websites geworden. Unternehmen müssen die Erlaubnis der Besucher einholen, bevor sie deren persönliche Daten nutzen oder verkaufen. In Europa ist dies aufgrund der Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) eine Pflicht, während in anderen Märkten ähnliche rechtliche Rahmenbedingungen gelten, die vergleichbare Anforderungen stellen.

Wann ist ein Cookie Banner erforderlich und wie wird es implementiert? Die Antworten auf diese und andere ähnliche Fragen findest Du im vorliegenden Artikel.

Ein Cookie Banner (auch Consent Banner oder Einwilligungsbanner genannt) ist eine Mitteilung, die beim erstmaligen Besuch einer Website erscheint und den Nutzer ausdrücklich um die Zustimmung bittet, bevor seine Daten verwendet werden.

Ein Cookie Consent Banner sollte gut sichtbar und leicht zugänglich sein. Der Text muss in klarer und einfacher Sprache verfasst werden, die für den durchschnittlichen Nutzer verständlich ist.

Einwilligungsbanner erscheinen in Form der Pop-up-Fens­ter auf oder über dem Inhalt einer Website und sind interaktiv. Sie geben den Website-Besuchern die Kontrolle über ihre Website-Erfahrung und darüber, wie ihre Daten verwendet werden. Ein Cookie Banner informiert die Besucher über die Webtechnologien, einschließlich Cookies, die auf der Website verwendet werden.

Sobald die Nutzer im Cookie Banner ihre Einwilligung gegeben haben, werden diese Einstellungen von der Consent Management Platform (CMP) der Website gespeichert.

Was ist ein Cookie Banner? Darstellung: Form und Aufbau

Eine Consent Management Platform (CMP) ist eine Software, die Website-Betreibern dabei hilft, die Einwilligungen der Besucher zur Datenerfassung zu verwalten. Mithilfe von Bannern oder Pop-ups ermöglicht sie den Nutzern, ihre Zustimmung zum Tracking oder zur Erfassung von Nutzerdaten auf Websites zu geben oder abzulehnen.

CMP-Tools unterstützen also die Website-Betreiber dabei, die Datenschutzbestimmungen einzuhalten und transparent über die Datenerfassung zu informieren.

Eine effektive CMP sollte mehrere wichtige Merkmale aufweisen, darunter Benutzerfreundlichkeit, Flexibilität, Transparenz, Konformität usw. Dafür ist es bedeutsam, einen zuverlässigen CMP-Anbieter auszuwählen, der diesen Anforderungen entspricht.

Was sind eigentlich Cookies – Ihre Rolle im Online-Umfeld

Ein Cookie ist eine winzige Textdatei, die beim Besuch einer Website auf dem Computer oder Mobilgerät des Nutzers abgelegt wird. Diese Datei speichert bestimmte Informationen, die es der Website ermöglichen, den Nutzer bei zukünftigen Besuchen zu erkennen.

Technisch betrachtet sind alle Cookies identisch. Sie unterscheiden sich lediglich in ihrem Einsatzzweck und ihrer Aufgabe:

  • First-Party-Cookies
    Diese Cookies werden direkt von der besuchten Website gesetzt und verbleiben auf der Domain der Website. Sie sind unter anderem notwendig, um den Inhalt eines Warenkorbs in einem Onlineshop zu speichern, Login-Informationen zu sichern oder die Benutzerfreundlichkeit zu verbessern, indem Formulareingaben oder Spracheinstellungen gespeichert werden.
  • Third-Party-Cookies
    Diese Cookies stammen von externen Anbietern und werden von Drittservern platziert. Sie werden häufig für Tracking- und Marketingzwecke eingesetzt, um Nutzer über verschiedene Websites hinweg zu verfolgen und personalisierte Werbung anzuzeigen.

Bevor diese Frage beantwortet wird, beachte bitte, dass Cookies zu unterschiedlichen Zwecken eingesetzt werden. Es gibt technisch notwendige Cookies, die für das Funktionieren einer Website unerlässlich sind, und nicht notwendige Cookies wie Werbe- oder Tracking-Cookies.

Für technisch notwendige Cookies, die keine personenbezogenen Daten erfassen, ist kein Cookie Banner erforderlich. Es kann jedoch sinnvoll sein, den Nutzer in der Datenschutzerklärung oder mit einem kurzen Hinweis darauf aufmerksam zu machen, dass solche essenziellen Cookies verwendet werden.

Sobald Du nicht notwendige Cookies wie Werbe- oder Tracking-Cookies einsetzt, musst Du unbedingt ein Cookie Banner auf Deiner Website platzieren.

Die Antwort auf die Frage „Brauche ich ein Cookie Banner auf meiner Website?“ lautet daher bestimmt „Ja“. Warum solltest Du das Risiko eingehen, kein Cookie Banner zu haben? Neben der Vermeidung von Verstößen und Geldstrafen geht es auch darum, das Vertrauen Deiner Nutzer und Kunden zu wahren. Durch die Einhaltung der Datenschutzbestimmungen demonstrierst Du Deine Verpflichtung, ihre Privatsphäre zu schützen und Deine Website vertrauenswürdig zu gestalten.

Es liegt im Interesse Deines Onlineshops, auf der Hut zu sein und ein Einwilligungsbanner einzusetzen. Durch seine Implementierung kannst Du nicht nur Dein Geschäft vor rechtlichen Konsequenzen schützen, sondern auch eine vertrauenswürdige Beziehung zu Deinen Kunden aufbauen und pflegen. Die Einhaltung der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) ist dabei entscheidend, um potenzielle rechtliche Risiken zu minimieren.

Die DSGVO ist eine EU-weite Datenschutzverordnung, die im Mai 2018 in Kraft trat. Sie legt strenge Regeln zum Datenschutz fest und betrifft alle Unternehmen, die personenbezogene Daten von EU-Bürgern verarbeiten.

Gemäß der DSGVO müssen Website-Betreiber transparent über die Verarbeitung personenbezogener Daten informieren und die Zustimmung der Benutzer einholen, bevor nicht notwendige Cookies auf ihren Geräten gespeichert werden.

Cookies-Einwilligung: Übersicht über gesetzliche Bestimmungen

Während die DSGVO Cookies nicht explizit erwähnt, definiert sie klare Regeln für die Einholung der Zustimmung zur Datenerfassung und -verarbeitung im Allgemeinen. Diese Zustimmung muss freiwillig, in Kenntnis der Sachlage, für den konkreten Fall, eindeutig, widerrufbar und vor der Datenerhebung eingeholt werden. Das Cookie Banner ist DSGVO-konform, wenn folgende Anforderungen beachtet sind:

  • Das Banner oder Pop-up muss die Verwendung von Cookies und anderen Trackern deutlich anzeigen.
  • Es muss gewährleistet sein, dass Nutzer ihre Zustimmung frei erteilen können.
  • Die Möglichkeit einer differenzierten Zustimmung für verschiedene Verarbeitungszwecke muss den Nutzern geboten werden.
  • Nutzer können ihre erteilte Zustimmung zu Cookies und Trackern jederzeit zurückziehen.
  • Es muss einen Link zu vollständigen Datenschutz-, Cookie- und Cookie-Einstellungen geben.
  • Die Entscheidungen der Nutzer müssen für spätere Überprüfungen dokumentiert werden.

Andernfalls kann das Nichteinhalten dieser Anforderungen schwerwiegende Folgen haben. Bei Verstößen gegen die Cookie-Pflicht drohen gemäß Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) empfindliche Strafen mit Bußgeldern von bis zu 20 Millionen Euro oder bis zu 4 Prozent des weltweiten Jahresumsatzes, je nachdem, welcher Betrag höher ist.

Die Bedeutung der Einwilligung: Warum Dein Onlineshop ohne sie nicht auskommt

Onlineshops verwenden Cookies aus verschiedenen Gründen, darunter die Speicherung der Warenkörbe, das Erinnern an Benutzerpräferenzen, das Verfolgen von Besucherstatistiken usw. Ohne die Einwilligung zur Cookies-Verwendung können Onlineshops nicht alle Funktionen bereitstellen, die Benutzer erwarten.

Zum Beispiel könnte ein Onlineshop ohne die Verwendung von Cookies Schwierigkeiten haben, sich an die Artikel im Warenkorb eines Benutzers zu erinnern. Dies kann zu Frustrationen führen, wenn Artikel versehentlich gelöscht werden oder beim Wechseln zwischen Seiten verloren gehen.

Überdies könnten Benutzerpräferenzen nicht gespeichert werden, was bedeutet, dass Kunden bei jedem Besuch erneut ihre Einstellungen vornehmen müssten. Das Tracking von Besucherstatistiken wäre ebenfalls eingeschränkt, und ein Shop könnte dann das Verhalten der Nutzer nicht gut verstehen und ihre Erfahrung nicht verbessern.

Deshalb ist die Einwilligung zur Verwendung von Cookies ein wichtiger Aspekt der Benutzererfahrung im Online-Shopping.

Schritte zur Implementierung eines Cookie-Banners im Onlineshop

Bei der Implementierung des Cookie Banners in Deinen Onlineshop solltest Du sicherstellen, dass es sowohl den gesetzlichen Anforderungen entspricht als auch eine positive Benutzererfahrung gewährleistet.

Typischerweise sind folgende Schritte erforderlich, um das Cookie Banner in den Onlineshop zu implementieren:

  1. Auswahl einer geeigneten Cookie Banner-Lösung, die den Anforderungen des Onlineshops und den geltenden Datenschutzbestimmungen entspricht.
  2. Integration des ausgewählten Cookie Banner-Tools in den Onlineshop, entweder durch das Hinzufügen von JavaScript-Code, die Installation eines Plugins oder die Anpassung des Shopsystems.
  3. Anpassung des Cookie Banners ans Design des Onlineshops, um ein konsistentes Erscheinungsbild zu gewährleisten.
  4. Konfiguration der Cookie-Einstellungen gemäß den Anforderungen des Onlineshops und der geltenden Datenschutzbestimmungen.
  5. Sicherstellung, dass das Cookie Banner ordnungsgemäß angezeigt wird und die Besucher ihre Zustimmung zur Verwendung von Cookies geben können.
  6. Implementierung von Mechanismen zur Verwaltung der Zustimmungen, einschließlich der Möglichkeit, die Cookie-Einstellungen anzupassen oder die Zustimmung zu widerrufen.
  7. Regelmäßige Überprüfung und Aktualisierung des Cookie Banners, damit es den aktuellen Datenschutzbestimmungen entspricht.

Die Umsetzung all dieser Schritte erfordert Erfahrung und technisches Know-how. Eine professionelle Webagentur kann hier helfen, indem sie das Cookie Banner fachgerecht in den Onlineshop integriert, die Konfiguration übernimmt und dafür sorgt, dass Design, Technik und rechtliche Anforderungen optimal zusammenwirken. alkima WEB & DESIGN ® unterstützt Dich professionell bei der Integration und Anpassung Deines Cookie Banners.

Beim Design von Cookie Bannern sollen einige Regeln beachtet werden, damit das Cookie-Einwilligungs-Pop-up transparent, klar und benutzerfreundlich ist.

Zunächst soll der Cookie Banner-Text den Besucher über die auf der Website verwendeten Cookies und deren Zweck informieren. Es darf keine Verwirrung entstehen. Dies bedeutet, dass es zwei Optionen gibt: „Akzeptieren“ und „Ablehnen“. Zusätzlich soll es den Nutzern ermöglicht werden, ihre Zustimmung für verschiedene Cookies differenziert zu verwalten. Sobald jemand seine Cookie-Präferenzen festgelegt hat, sollte er sie jederzeit über einen prominenten Link oder eine Schaltfläche auf der Website ändern können.

Ferner soll das Einwilligungsbanner zur visuellen Identität Deiner Marke passen. Ein Consent Banner, das sich farblich, typografisch und sprachlich in Deine Marke einfügt, wirkt persönlicher und absichtlicher als ein nicht angepasstes Banner.

Cookie Banner von Westerwälder Biohöfe
Beispiel: Das Cookie-Banner von Westerwälder Biohöfe ist klar gestaltet, markengerecht und bietet gut sichtbare Optionen zur Zustimmung oder Ablehnung

Länderspezifische Einwilligungsbanner – Ein Muss für internationale Onlineshops

Für globale Onlineshops ist es unerlässlich, sich auf die Bedürfnisse und rechtlichen Anforderungen ihrer internationalen Kunden einzustellen. In Bezug auf das Cookie Banner sind daher eine Reihe von Aspekten zu beachten:

  • Mehrsprachigkeit: Internationale Onlineshops bedienen Kunden aus verschiedenen Ländern. Daher müssen Cookie Banner in verschiedenen Sprachen verfügbar sein.
  • Länderspezifische Rechtsvorschriften: Man muss sicherstellen, dass das Consent Banner den spezifischen rechtlichen Anforderungen jedes Landes entspricht, in dem ein Onlineshop tätig ist (z. B. DSGVO in Deutschland, CCPA in Kalifornien, PIPEDA in Kanada etc.).
  • Geografisches Targeting: Manche internationale Onlineshops verwenden geografisches Targeting, um den Kunden personalisierte Inhalte und Angebote basierend auf ihrem Standort anzubieten. Das Cookie Banner sollte diese Praktiken transparent machen und die Zustimmung der Benutzer einholen, falls erforderlich.
  • Kulturelle Sensibilität: Die kulturellen Normen und Erwartungen der Länder können ganz unterschiedlich sein. Das Cookie Banner sollte kulturell sensibel gestaltet werden, um sicherzustellen, dass es von den Benutzern akzeptiert und verstanden wird.

Angesichts der großen Auswahl an Cookie Banner-Tools kann die Entscheidung dazwischen herausfordernd sein. Die folgende Tabelle bietet eine Übersicht über einige solche Lösungen, damit die Wahl des passenden Tools für Dich etwas einfacher ist.

KostenIntegrationSprachenBetreuung
Borlabs Cookie499 Euro jährlich, je nach Anzahl der WebsitesPlugin, keine Codierung erforderlichDeutsch, Englisch, Italienisch, Französisch, Spanisch, Niederländisch und PolnischGroße Wissensdatenbank, Support per E-Mail
CookiebotKostenlose Basisversion für 1 Domain (bis 50 Unterseiten), 7–50 Euro monatlich pro Domain, je nach Anzahl der UnterseitenVerschiedene Optionen via Script, automatische Blockierung von Cookies40 Sprachen, automatische Erkennung der SpracheE-Mail-Support in englischer Sprache
OnetrustKostenlose Version für eine Domain, Premium ab 45 Euro monatlichTag Manager, CMS-Integration oder direkter Code-EinsatzÜber 250 Sprachen verfügbarE-Mail, Telefon, Online-Portal, Vorführung
ccm190–19,90 Euro, je nach Anzahl der Domains und Page ImpressionsJavaScriptVerfügbar in Deutsch und Englisch, mit Option zur Erweiterung auf weitere SprachenE-Mail, Live-Chat und Telefon
Consent Management ProviderKostenlose Basisversion verfügbar, kostenpflichtig ab 19–195 Euro/Monat, je nach SeitenaufrufenJavaScript, CodeschnipselVerfügbarkeit in mehr als 30 SprachenBuchung von Terminen direkt auf der Website
Usercentrics50–999 Euro monatlich, abhängig von der Zusammenarbeit mit PartnernJavaScript, CodeschnipselDeutsch und EnglischTicket-Support & Live-Implementierungs-Webinar

Quelle: eRecht24 (Stand: 03. März 2025)

Ein Cookie Banner ist mehr als nur eine gesetzliche Notwendigkeit, es ist ein wichtiger Faktor, um das Vertrauen der Nutzer zu gewinnen.

Durch die transparente Kommunikation, wie mit den Daten der Besucher umgegangen wird, können Shop-Betreiber den Nutzern mehr Kontrolle geben. Dies fördert nicht nur das Vertrauen, sondern sorgt auch für eine verbesserte Nutzererfahrung.

Wenn das Cookie Banner richtig umgesetzt wird, kann es dabei helfen, den rechtlichen Anforderungen gerecht zu werden und gleichzeitig die Interaktion auf der Website zu optimieren. So bleibt der Onlineshop sowohl rechtskonform als auch benutzerfreundlich.

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